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Aktuelles

10.05.2015

Erhalt der Arbeitsfähigkeit: Messung von Effekten einer Frühintervention

Wichtiges Thema mit Blick in die Zukunft

Pressemitteilung

Berlin, 13.03.2015. Zu einem innovativen und interdisziplinären Expertentreffen kamen 15 Professionals, darunter auch Marianne Giesert und Tobias Reuter vom Institut für Arbeitsfähigkeit, Mitte März in den Räumlichkeiten der rheumatologischen Fortbildungsakademie in Berlin zusammen. Sie folgten damit der Einladung von Prof. Dr. Oliver Schöffski vom Lehrstuhl Gesundheitsmanagement der Universität Erlangen-Nürnberg, Methoden und Instrumente zur Messung von Effekten einer Frühintervention auf den Erhalt der Arbeitsfähigkeit zu diskutieren. „Aufgrund des demografischen Wandels und des Anstiegs chronischer Erkrankungen gilt es, möglichst früh Maßnahmen einzuleiten, die zum Erhalt beziehungsweise zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit chronisch Kranker beitragen - die Effekte dieser Interventionen müssen aber messbar sein,“ sagte Schöffski zum Hintergrund des Projektes.

Ziel sei es, anhand der vorab durchgeführten, umfassenden Literaturrecherche und dem Input der Experten aus den Bereichen Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie und Rehabilitationsmedizin sowie verschiedenen medizinischen Indikationen wie Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie im Nachgang ein Positionspapier zu erarbeiten. Es solle geeignete Methoden und Messinstrumente vorstellen und einen Anstoß dazu geben, auf diesem entscheidenden Feld weiter zu forschen, so der Gesundheitsökonom.

Einigkeit unter den anwesenden Experten herrschte darüber, dass es zwar bereits geeignete Instrumente zur Messung von Arbeitsfähigkeit gebe, diese jedoch nicht ausreichten und weiterentwickelt werden müssten. Es komme zudem auf den Blickwinkel derjenigen an, die eine Arbeitsfähigkeit messen und zu welchem Zweck; so hätten Ärzte, Krankenkassen, Unternehmen und Patienten jeweils spezifische Anforderungen an ein Messinstrument. Auch müssten Begrifflichkeiten wie Präsentismus, Absentismus und Frühintervention zukünftig klarer definiert werden, so die Teilnehmer des Treffens. Alle Experten betonten die Wichtigkeit des Diskussionsgegenstandes der Veranstaltung vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft und einem medizinischen Fortschritt, der es immer mehr chronisch Kranken erlaube, weiterhin am Erwerbsleben teilzunehmen. Laut WldOmonitor waren bereits 2012 etwa 30 Prozent der Arbeitnehmer chronisch krank, 2020 werden es voraussichtlich 50 Prozent sein.

Unterstützt wird das Projekt von AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG. „Als forschendes BioPharma-Unternehmen möchten wir die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten auch über die Versorgung mit Arzneimitteln hinaus verbessern. Zudem wollen wir einen Beitrag zum Erhalt der Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems und der deutschen Wirtschaft leisten“, sagte Alexander Würfel, Geschäftsführer, AbbVie Deutschland, hierzu. „Wie hoch ist der Beitrag von Frühintervention genau für die Veränderung der Arbeitsfähigkeit?“ Um diese versorgungsrelevante Frage besser beantworten zu können, unterstütze AbbVie dieses wichtige Projekt voller Überzeugung, so Würfel.

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