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WAI-basierte Instrumente

Außer des Work Ability Index (WAI) gibt es noch weitere mit ihm verwandte Instrumente, um die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern. Diese sind folgend sowie in der Broschüre "Eine Familie stellt sich vor" aufgeführt, welche Sie sich hier als PDF herunterladen können.

Der ABI-Dialog

Nach Auswahl und Festlegung der WAI-Fragen etablierte sich das Instrument ABI-Dialog in der betriebsärztlichen Arbeit. Ausschlaggebend dafür war die Prognosekraft des WAI: Schon mit wenigen Fragen lässt sich frühzeitig erkennen, bei welchen Beschäftigten die Arbeitsfähigkeit gefährdet ist und wie dringend Präventionsmaßnahmen sind.

Es zeigte sich, dass die Durchführung als Interview durch die Betriebsärztin bzw. den Betriebsarzt in mehrfacher Sicht sinnvoll ist: Ein doppeltes Abfragen von Krankheiten (im WAI und in der betriebsärztlichen Anamnese) lässt sich so vermeiden, zugleich ermöglichen die Fragen einen guten Gesprächseinstieg in den Themenkomplex ›Arbeit, Alter und Gesundheit‹. So wird aus dem Diagnoseinstrument ein Interventionsinstrument: der ABI-Dialog.

Die Durchführung dieses Dialogs erfordert betriebsärztliche oder arbeitspsychologische Kompetenz. Wird der ABI-Dialog nicht von Medizinern durchgeführt, kommt in der Regel statt der Langversion die WAI-Kurzversion (mit kurzer Krankheitsliste) zum Einsatz.

Weitere Informationen zum ABI-Dialog finden Sie in der Broschüre "Eine Familie stellt sich vor".

 

   

Das Arbeitsfähigkeitscoaching® (AFCoaching®)

Das Arbeitsfähigkeitscoaching® ist als Rahmenkonzept für das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) zu verstehen. Es basiert auf dem finnischen Arbeitsfähigkeitskonzept und auf einem Drei-Ebenen-Ansatz:

  • Betriebliche Ebene: Es werden Strukturen angestrebt, um das Handlungsfeld BEM im Betrieblichen Gesundheitsmanagement mit den weiteren Bereichen Betrieblicher Arbeitsschutz und Betriebliche Gesundheitsförderung fest zu verankern. Ein umfassender Datenschutz, der den betrieblichen AkteurInnen Handlungssicherheit gibt und eine Vertrauenskultur beim Umgang mit sensiblen Daten schafft, ist als wichtiges Element zu gewährleisten.
  • Überbetriebliche Ebene: Die Etablierung eines BEM-Unterstützungsnetzwerks dient der Prozessoptimierung an der Schnittstelle zu externen AkteurInnen (z. B. Integrationsämter, Krankenkassen, Rentenversicherer). Neben Möglichkeiten der finanziellen bzw. materiellen Unterstützung sowie Beratung bei der Eingliederung, zielt das Netzwerk auf einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch ab.
  • Individuelle Ebene: Das AFCoaching® unterstützt BEM-Berechtigte in sieben Schritten in ihrer aktiven Rolle bei der Wiederherstellung, dem Erhalt und der Förderung ihrer Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit. Kernstück ist die gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen mit den BEM-Berechtigten und den betrieblichen AkteurInnen (z. B. Führungskräfte und Interessensvertretung), damit sie in ihrer Umsetzung der betrieblichen Realität entsprechen.

 

(Klicken Sie hier, um mehr über die Qualifizierung und Zertifizierung zum Arbeitsfähigkeitscoach® zu erfahren.)

 

ABI Plus™

Der Arbeitsbewältigungsindex Plus™ (ABI Plus™) wurde im Rahmen des Programms „Fit für die Zukunft – Arbeitsfähigkeit erhalten“ von nationalen ExpertInnen in Kooperation und unter Supervision mit Prof. Juhani Ilmarinen (Finnland) für die AUVA und PVA entwickelt. Er baut auf dem finnischen Work Ability Index (WAI) auf, erweitert um die Aspekte von Werten, Kompetenz und Arbeitsbedingungen – nach dem Modell des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“. Er ermöglicht genaue Aussagen zu den Ausprägungen der einzelnen Stockwerke und zeigt damit an, wo angesetzt werden muss, um die Arbeitsfähigkeit im Betrieb zu stabilisieren oder zu verbessern.

Es werden Teilindizien für Gesundheit, Kompetenz, Werte, Führung, Zusammenarbeit, Gestaltungsraum und Arbeitsbedingungen in Bezug ihres Einflusses auf Arbeitsbewältigung berechnet. Der Arbeitsbewältigungsindex Plus™ ermöglicht einen Status, eine Prognose und Evaluierung von Arbeitsbewältigungsfähigkeit.

Weitere Informationen zu ABI Plus™ finden Sie in der Broschüre "Eine Familie stellt sich vor".

 

   

Arbeitsbewältigungs-Coaching® (ab-c®)

Das Arbeitsbewältigungs-Coaching (ab-c®) ist ein Beratungsprozess, der entwickelt wurde, um Beschäftigten und Unternehmen ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie dem demographischen Wandel aktiv begegnen und ihre Zukunft in einer partizipativen Rolle gestalten können.

Er hat oder - spielt sich ab auf drei verschiedene(n) Ebenen: der persönlich-vertrauten, der betrieblichen und der überbetrieblichen Ebene. Auf allen drei Ebenen wird versucht Beschäftigte in eine Lage zu versetzen, in der er oder sie eigenverantwortlich, selbstbestimmt und in einer aktiven Rolle für die eigene Arbeitsfähigkeit und Gesundheit zu sorgen lernt. Zusätzlich werden gemeinsam mit den betrieblichen und außerbetrieblichen Akteuren nach Lösungen gesucht, um die Beschäftigten dabei zu unterstützen, sowie deren Arbeitsfähigkeit.

 

   

Arbeitsbewältigungs-RADAR (WAI 2.0)

Das Arbeitsbewältigungs-Radar ist ein Instrument, dass es Unternehmen und Organisationen erlaubt, gezielt an ihrem Haus der Arbeitsfähigkeit zu bauen. Das Radar besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Elementen. Mit dem Fragebogen Arbeitsbewältigung-Personen-Radar (APR) wird die individuelle Situation erhoben, mit dem Arbeitsbewältigungs-Betriebs-Radar (ABR) kann im betrieblichen Workshop schnell und zuverlässig ein praktischer Konsens hergestellt werden, der zu gezielten gemeinsamen Handeln führt.

 

Angebote der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) zur Wiederherstellung, zum Erhalt und zur Förderung der Arbeitsfähigkeit:

 

Zukunftsfähige Unternehmenskultur - Das Audit der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Ziele des Audits der Initiative Neue Qualität der Arbeit sind die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch die Entwicklung eines besseren Arbeitsumfeldes zu erhalten und zu fördern.

Mit Hilfe und Unterstützung der Beschäftigten werden nachhaltige Veränderungsprozesse angestoßen, um die Arbeitsbedingungen langfristig zu verbessern und den Anforderungen der Arbeitswelt von morgen aktiv begegnen zu können. Auf dem Weg zu einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur sowie zur ganzheitlichen Gestaltung der Arbeitsbedingungen bietet das Audit Unterstützung in vier personalpolitischen Handlungsfeldern: Führung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz.

Tobias Reuter vom Institut für Arbeitsfähigkeit und vom WAI-Netzwerk hat sich zum Prozessbegleiter ausbilden lassen: „Das Audit unterstützt bei den Handlungsfeldern Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz die Unternehmenskultur und passt damit ausgezeichnet zur Zielsetzung des WAI-Netzwerks, die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern.“

Weitere Informationen erhalten Sie persönlich von Tobias Reuter (tobias.reuter@arbeitsfaehig.com) oder unter www.inqa-audit.de.

 

unternehmensWert:Mensch  

Zusammen. Zukunft. Gestalten. - unternehmensWert:Mensch, ein Beratungs- und Förderungsprogramm für den Mittelstand

Die moderne Arbeitswelt birgt einige Anforderungen an die Unternehmen: demografischer Wandel, Nachwuchsmangel, durch Krankheit bedingte Engpässe oder das Thema Digitalisierung bzw. digitale Transformation.

Um auf solche Herausforderungen angemessen reagieren und diese bewältigen zu können, wurde das Beratungs- und Förderungsprogramm unternehmensWert:Mensch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) entwickelt. Es handelt sich um ein öffentlich gefördertes, niedrigschwelliges Programm, bei welchem ausgebildete Prozessberaterinnen und -berater passgenaue Konzepte zur Entwicklung und Gestaltung moderner und mitarbeiterorientierter Personalstrategien. Je nach Unternehmensgröße werden 50 bis 80 Prozent der Kosten vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) übernommen.

Tobias Reuter vom Institut für Arbeitsfähigkeit ist autorisierter Prozessberater und berät KMU bei der Gestaltung einer zukunftsgerechten und zukunftsfähigen Personalpolitik. Inhaltlich stützt sich das Programm auf die vier Handlungsfelder der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA): Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz. In drei Schritten – Erstberatung, Prozessberatung und Ergebnisgespräch – werden bedarfsgerecht und nachhaltig Veränderungsprozesse im Unternehmen angestoßen.

Weitere Informationen erhalten Sie persönlich von Tobias Reuter (tobias.reuter@arbeitsfaehig.com) oder unter www.inqa-audit.de.

 

Offensive Mittelstand  

Das Aktionsbündnis Offensive Mittelstand - Gut für Deutschland

In dem Aktionsbündnis engagieren sich unabhängige Partner ehrenamtlich. Das gemeinsame Ziel ist es, mittelständische Betriebe zu stärken. Das Prinzip lautet: Hilfe zur Selbsthilfe sowie starke Partnerschaften.

Die OM kann Klein- und Mittelständlern dabei helfen, die richtigen Weichen zu stellen, um dem erhöhten Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Mit qualitätsgesicherten OM-Praxis-Checks können Verantwortliche im Unternehmen eine Bestandsaufnahme machen und ggf. weitere Schritte daraus ableiten. Hierbei können sie sich von den Partnern in den regionalen Netzwerken vor Ort sowie ihren autorisierten Beraterinnen und Beratern unterstützen lassen.

(Klicken Sie hier, um mehr über die Qualifizierung zum Berater Offensive Mittelstand zu erfahren.)

 

 

Aktuelles

Kontakt Marianne Giesert Prof. Dr. Anja Liebrich Tobias Reuter